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Wissenswertes und Tipps A - Z
Die Insel ist eine Reise wert, keine Frage. Es kann allerdings zu einem leichten bis mittelschweren Kulturschock kommen, wenn ein “Kontinentler” sich das erste mal auf die Insel begibt. Um dem vorzubeugen, listen wir hier wissenswertes auf, das Ihnen hilfreich sein kann.
Anreise
Vom deutschsprachigen Raum aus ist Großbritannien gerade per Flugzeug leicht zu erreichen. Gerade die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick, Stansted, Luton und auch der City Airport werden regelmäßig von Airlines wie Lufthansa, British Airway, aber auch Ryanair oder Easyjet angeflogen. Alternativ können Sie auch nach Birmingham, Manchester, Liverpool oder Edinburgh fliegen, um die größten zu nennen. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, dann können Sie vom französischen Calais nach Dover übersetzen (ca. 1 Stunde) oder auch den Eurotunnel nutzen. Alternativ fahren Fähren vom Hook of Holland nach Harwich (ca. 7 Stunden). Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Scheinwerfer Ihres Autos in England mit speziellen Aufklebern abkleben müssen, die Sie bei den meisten Tankstellen im Fährgebiet kaufen können. Die Bestimmungen sind hier anders als auf dem Kontinent. Um Visa brauchen sich Deutsche, Österreicher und Schweizer nicht zu kümmern, Personalausweis genügt. Auch die Führerscheine werden hier problemlos akzeptiert.
Geld
Die Britten sind sehr stolz auf ihr Pfund und haben diese auch behalten, anstatt an der Währungsreform zum Euro teilzunehmen. Dies hatte wirtschaftliche Gründe, die allerdings auf der Insel niemanden wirklich traurig werden ließen. In Großbritannien gibt es 20-, 10,- und 5-Pfundscheine, Münzen gibt es in 2 und 1 Pfund, 50-, 20-, 10, 2 und 1 Pence. Allerdings geht hier alles in Richtung bargeldloser Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte (ungefähr eine Eurocard). Daher kann es vorkommen, dass man Sie mit großen Augen ansieht, wenn Sie mit einem 20-Pfund-schein bezahlen möchten. Es kommt mitunter vor, dass diese nicht angenommen werden, gerade für kleinere Transaktionen. Beachten Sie bei Busfahrten, dass Fahrer selten bereit sind, Wechselgeld herauszugeben und Sie sogar unter Umständen gebeten werden, den Bus wieder zu verlassen.
Eintrittskarten:
Wie vieles in Großbritannien gibt es dafür nur einen Ausdruck: “Extortionate!”, was man hier mit “unverschämt” übersetzen kann. Nur als Beispiel: Ein Besuch bei Madame Tussauds, dem berühmten Londoner Wachsfigurenkabinett, kostet für Erwachsene 24 (!) £, ca. 36 €. Für die ganze Familie , 2 Erwachsene, 2 Kinder, müssen 74 £ hingeblättert werden. Bei solchen Preisen muss Otto Normalverbraucher schon etwas rechnen. Hier aber einige Tipps, wie man auf der Insel zurecht kommt:
Staatliche Museen: gewähren kostenfreien Eintritt. Viele davon sind nicht so verstaubt, wie man es von den deutschen Equivalenten gewohnt ist. Zum Beispiel das Museum for Science and Industry in London ist sowohl für Erwachsene als auch Kinder lehrreich und unterhaltsam.
Organisationen Die Pflege von Altertümern ist in England zum größten Teil zwei Organisationen überlassen, dem National Trust und English Heritage. Beide bieten Jahresmitgliedschaften an, die sich für 2 Erwachsene in der Größenordnung von ca. 65 £ bewegen. Einmal gezahlt, erhälten Sie Zugang zu allen Gebäuden, die von der jeweiligen Organisation betreut werden. Nur ein Beispiel: Waddesdon Manor, eines der prachtvollsten Häuser in England, das im französischen Chateaustil gebaut ist, kostet pro Person 14 £. Wir lassen Sie jetzt selbst rechnen.
Öffentlicher Nah-und Fernverkehr
Den Briten fällt dazu immer nur eines ein: “Don’t”. Die Privatisierung der einst staatlichen Organisationen hat in den meisetn Fällen keine Verbesserung gebracht. Jahre der Vernachlässigung zeigen ihre Wirkung. Verspätungen sind an der Tagesordnung, ganze Strecken sind wegen notwendiger Reparaturen zeitweilig stillgelegt. Eigentlich können wir nur eines empfehlen: Geduld mitbringen und die Misere britisch gelassen ertragen. Denn: Auch wer langsam reist, kommt an’s Ziel.
Parken
Ähnlich wie in Deutschland hat auch auf der Insel das häßliche Wirt “Parkraumbewirtschaftung” Einzug gehalten. Und hier ist es auch fast perfektioniert. Selbst in den kleinsten und häßlichsten Flecken, Dörfern, Städten gibt es selten die Gelegenheit, das teure Gefährt gratis irgendwo hinzustellen. Entweder ist das Parken nur für Anwohner erlaubt (Schilder mit den Worten “Only Parking Permit” weisen darauf hin) oder es sind deftige Summen in Münzform in sogenannte “Pay and Display” Automaten zu werfen. Der Ratschlag hier: Immer jede Menge Kleingeld dabei haben. Es kommt nicht selten vor, dass Parkwächter anteilig an der Menge der Strafzettel bezahlt werden. Das hat den Effekt, dass sie natürlich gerne Knöllchen verteilen und schon mal neben einem Auto stehen bleiben, dessen Ticket in wenigen Minuten abläuft, um es dann umgehend zu melden, sobald die Zeit überschritten ist. Alternativ gibt es immer die Möglichkeit, das Auto etwas weiter außerhalb des Stadtzentrum abzustellen. Oft müssen Sie dann nicht einmal 10 Minuten laufen.
Maßeinheiten
Also jetzt wird es wirklich lustig. Die Engländer bekämpfen das metrische System mit ähnlicher Vehemenz wie den Euro. Sie trinken Pints, wiegen sich in “Steinen”, messen in Füßen...... Hier die wichtigsten, um nur einige zu nennen:
- 1 Fuß - 0.305 Meter
- 1 Pound ~ 0,453 KG
- 1 Inch (Zoll) ~ 2,54 cm
- 1 Pint ~ 0,56 Liter
- 1 Meile ~ 1,61 km
- 1 Stone ~ 6,35 kg
Das englische System ist weitestgehend auf das metrische umgestellt, so dass in dem meisten Fällen die uns bekannten Maßeinheiten daneben stehen.
Krankenversicherung
Trotz der Tatsache, dass Sie in Großbritannien in Krankenhäusern gratis behandelt werden, lohnt es sich, eine Reiseversicherung abzuschließen. Diese ermöglicht es Ihnen gegebenenfalls, sich privat behandeln zu lassen, ein Faktor, der auf der Insel nicht unerheblich ist, was die Qualität der Behandlung angeht. Am besten prüfen Sie das in einem Reisebüro, fragen Sie gezielt nach den Bedingungen. Der staatliche NHS - National Health Service steht Ihnen ohnehin kostenlos zur Verfügung, warum also für etwas bezahlen, dass Sie im Ernstfall ohnehin bekommen. Sollten Sie einen Notfall erleiden, wählen Sie “999”, diese Nummer verbindet Sie mit Polizei, Feuerwehr oder Krankenservice.
Sicherheit
Wie in jedem anderen Land auch ist in Großbritannien Vorsicht geboten. Die Zahl der Gewaltverbrechen ist zwar seit Jahren rückläufig, dennoch kommt es immer öfter zu “Street Muggings”, wenn es um elektronische Geräte wie Handies oder Ipods geht. Wenn Sie Ihrem Instinkt folgen, Bargeld, Kreditkarten, elektronische Geräte nicht in der Gegend herumzuzeigen, ist die Chance groß, dass Sie einen problemlosen Urlaub auf der Insel verbringen können.
Steckdosen
Steckdosen sind hier 3-polig, so dass Sie einen Adapter benötigen. Mit der Spannung gibt es keine Probleme. Eine kleine Besonderheit: In Großbritannien ist es aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, eine Steckdose im Bad zu haben. Dort gibt es nur kleinere Verbindungen für Rasierer, also nicht dass Sie sich wundern......
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