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Stratford-upon-Avon
Schulkinder verfluchen ihn mitunter, über sein Leben werden Filme gemacht, seine Theaterstücke begeistern noch heute, auch nach 500 Jahren die Liebhaber von Poesie und Prosa. Bekannt und berühmt ist Stratford heute für seinen berühmtesten Sohn, William Shakespeare. Und das wird von den Stadtvätern auch marketingtechnisch bis ins letzte Detail ausgeschlachtet. Shakespeares Geburtshaus und das Shakespeare Centre nebenan stehen dabei im Mittelpunkt. Ein ganzes Team von Experten versucht dem berühmten Dichter zur Ehre zu gereichen.
Das Centre steht im absoluten Gegensatz zur Geburtsstätte, ein altes, krummes und malerisches Fachwerkhaus. Es ist eher modern, manche mögen sagen häßlich. Doch innen gibt es eine einzigartige Ausstellung zu sehen mit Erstdrucken und handschriftlichen Zeugnissen zu Shakespeare und Stratford. Es wird alles aus einem Leben herausgeholt, dass sich trotz intensiver Forschung größtenteils noch immer im Dunkeln der Geschichte befindet. Ein schönes Erlebnis, wenn auch nicht ganz billig. Das Nash House ist, wie das Geburtshaus selbst, stark restauriert und bestimmt nur deshalb so berühmt, weil es von Thomas Nash, dem ersten Ehemann von Shakespeares Urenkelin Elizabeth Hall bewohnt wurde. Es ist innen wie außen sehr ansehnlich mit schönen Möbeln und einem kleinen Garten. In diesem befinden sich übrigens die Überreste vom Haus, in dem Shakespeare bis zu seinem Tod gewohnt hat, genannt the New Place.
In der Holy Trinity Church wurde der Dichter getauft....und auch begraben. Sie können die Kirche selbst sehen und gegen einen kleinen Obulus auch zum Grab und zur Büste Shakespeares vordringen. Wer weiß, vielleicht werden Sie ja von seinem Geiste inspiriert. Natürlich gehört zu solch einem Ort auch das, was die Stadt so berühmt machte. Zwei Theater wollen wir hier erwähnen. Das Royal Shakespeare Theatre und das Swan Theatre. Beim ersteren handelt es sich um einen Art Deco Bau aus den 20ern, das letztere wird Ihnen zumindest innen am ehesten einen Eindruck davon geben, wie Theaterstücke zu Shakespeares Zeiten aufgeführt wurden. Die runde Bühne ist von Balkonen umgeben, Zuschauer nehmen auf Holzpritschen Platz. Sollten Sie allerdings einmal ein wirkliches elisabethianisches Theatererlebnis haben wollen, ist eigentlich nur das Globe Theatre in London zu empfehlen. Anne Hathaway’s Cottage ist das Haus, in dem die Frau Shakespeares vor ihrer Heirat mit dem Poieten gewohnt hat. Es ist ca. 2 Kilometer außerhalb von Stratford und ist mit seinem strohbedeckten Dach und dem echten altenglischen Cottage Garten eine echte Augenweide. Wie im Nash Haus befinden sich auch hier eine Auswahl von Möbeln aus der Zeit des 16. Jahrhunderts, allen voran ein schönes Himmelbett.
Wer jetzt genug hat von dem berühmtesten Dichter Englands kann sich jetzt noch das Teddybär Museum anschauen, obwohl das Alter der Zielgruppe dieser Ausstellung bequem mit den Fingern von einer oder höchstens zwei Händen abzuzählen ist.
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