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Oxford
Die erste urkundliche Erwähnung der Universität von Oxford fand bereits im 12. Jahrhundert statt. Diese altehrwürdige Stätte des Lernens gehört bei jedem Touristen aus Amerika und Japan zum Pflichtprogramm. Entsprechend selbstbewußt tritt Oxford auf. Immerhin gibt es ja auch die alte Rivalin, Cambridge, die nicht nur akademisch versucht, mit Oxford gleichzuziehen. Vergleiche allerdings hinken immer, Sie sollten sich daher lieber ein Bild von beiden machen, bevor Sie entscheiden, welche Stadt schöner ist.
Oxford ist bis zur Perfektion auf Tourismus eingestellt. Es gibt viele Hotels und B&Bs und ein perfekt geregeltes Park&Ride System erlaubt es Besuchern, die Stadt stressfrei zu besuchen. Auch für Unterhaltung ist durch Theater und Museen gesorgt. Leider spiegelt sich das Selbstbewusstsein auch in den Preisen für die Attraktionen wider. Ein Gang über das Gelände des Trinity Colleges zum Beispiel kostet ein Pfund. Wer allerdings Christ Church College mitsamt der Kathedrale sehen will, der löhnt 4,50 £. Wer “The Story of Oxford” sehen möchte, zahlt 7,50 £. Tradition hat eben seinen Preis.
Die Stadt selbst ist sehr kompakt und alle Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuss erreichen. Im Sommer können Sie auch gerne mit dem Boot fahren. Sie können sich auch im “Punten” ausprobieren, d.h. mit Hilfe eines langen Stabes eine Art einfache Gondel auf den Wasserwegen navigieren. Oxfords Studenten verdienen sich aber auch gerne etwas hinzu und stellen sich sowohl als “Punter” als auch als Führer zur Verfügung.
Am besten beginnen Sie Ihre Tour mit dem Aufstieg auf den “Tower of St. Michael”. Hier können Sie sich einen Überblick über Oxford verschaffen. Sie können auch die verschiedenen Universitäten abklappern, allen voran die älteste, Christ Church College. Diese beherbergt auch die Kathedrale Oxfords. Henry VIII. hat die Kapelle der Universität kurzerhand dazu erklärt, daher befindet sie sich auf diesem Gelände mitten in der Bildungsstätte. Sollte Ihnen dieses touristisch am besten organisierte College nicht reichen, stehen Ihnen noch jede Menge andere zur Verfügung: Trinity, All Souls, Queen’s, Baliol, Church of Mary. Wirklich beeindruckend ist die Bodleian Library. Sie ist die älteste öffentliche Bücherei der Welt, deren ältester Teil, die Divine School, mit ihrer hohen gewölbten Decke von einigen sogar als eines der Wunder der westlichen Welt angesehen wird.
Auch Museen können Sie besuchen. Das Pitt Rivers Museum beherbergt Gegenstände aus den Amerikas, Afrikas und weiteres auf dem antropologischen Sektor, meist gesammelt in der viktorianischen Zeit des ausgehenden letzten Jahrhunderts. Das “Museum of Natural History”/Naturkundemuseum mit seinen Dinosaurier Skeletten ist sicherlich auch einen Besuch wert, schon wegen der viktorianischen Steinmetzkunst, die man im und am Gebäude bewundern kann. Das “Museum of Oxford” erzählt die Geschichte der Stadt mit Bildern und Fotos. Allen voran aber soll das Ashmolean Museum erwähnt werden. In 50 Räumen können Sie Kuriositäten bewundern, z.B. den Mantel des Powhatan (indianischer Umhang) oder die Laterne, die Guy Falkes trug, als er das Parlament in die Luft sprengen wollte. Gelungen ist diese Aktion nicht, wohl aber haben die Briten diesem Revolutionär einen Feiertag gewidmet, “Bonfirenight” am 5.November, an dem, passend zur Gelegenheit, riesige Feuerwerke veranstaltet werden.
Oxford hat auch einen kleinen botanischen Garten, in dem Sie sich ausruhen und vielleicht einen englischen Lunch in Form von Sandwiches und Chips zu sich nehmen können.
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