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Manchester
Schon die Römer gründeten an dieser Stelle eine Befestigungsanlage, um die Straße zwischen Chester und York zu beschützen. Wie es häufig mit militärischen Anlagen ist, siedelten sich Menschen in der Nähe an. Noch heute befinden sich in Castlefield am Rande des Zentrums die Überreste der Anlage, das Nordtor und einige Wälle sind komplett wieder aufgebaut.
Erst die Erfindung der Dampfmaschine sollte Manchester jedoch zu größerer Bedeutung verhelfen. D ie Stadt erfuhr in der industriellen Revolution einen Aufschwung. Fabriken des Textilgewerbes schossen aus dem Nichts hervor. Manchester wurde zum gewerbglichen Mittelpunkt der Gegend. Einige wenige Menschen wurden sehr reich, die meisten Leute der Arbeiterklasse lebten jedoch in ärmlichen und heutzutage unvorstellbaren Verhältnissen. Doch die Konkurrenz schlief nicht. In den 60ern des 20. Jahrhunderts schlossen die “Mills” nach und nach und die Gegend erfuhr wirtschaftlichen Niedergang. Bis in die 90er Jahre hinein waren Teile von Manchester verfallen und teilweise wie ausgestorben. Aber der allgemeine Boom der Insel erfasste auch diese Gegend, Bürokomplexe entstanden, die Stadt m ausert sich zum Geschäftszentrum des Nordens, wird und wurde komplett neu renoviert. Sie ist heute eine der am schnellsten wachsenden Orte Europas. Manchester ist eine Stadt des sich Treffens. Es ist bekannt für seine Partymeile, seine große schwule/lesbische Gemeinde und einen der reichsten Fussballclubs der Welt, Manchester United.
Mit den Attraktionen von Manchester könnte man Tage füllen. Das Zentrum selbst wird durch Einkaufspassagen beherrscht, allen voran das Arndale Centre. Aber auch Unterhaltungszentren wie die “Printworks” im Stil eines Lagerhauses von vor 100 Jahren tragen zu einem anderen, eher charismatischen Stadtbild bei. Für Fortbewegung ist ebenfalls bestens gesorgt. Manchester verfügt über ein gut ausgebautes Bussystem und die “Metro”, hier eine Straßenbahn, sorgt für schnelles Vorankommen.
Auch wenn die Kathedrale sicherlich nicht die schönste Englands ist, so ist sie trotzdem einen Besuch wert. Der Bau wurde im 13. Jahrhunder angefangen und es dauerte 600 Jahre, bis er beendet war. Der vorherschende Stil ist gotisch. Zweimal wurde die Kathedrale stark beschädigt, im zweiten Weltkrieg und von einer Bombe der IRA 1996. Die Schäden des IRA Anschlags veränderte das Gesicht des Zentrums bis heute. Jetzt zehn Jahre später, ist sie komplett erneuert und renoviert und gibt Manchester den modernen Anstrich, den Sie heute dort sehen können.
Das Museum für Science and Industry bei Castlefield sollte für jeden Besucher auf dem Programm stehen. Es gibt Einblick in die Welt zur Zeit der industriellen Revolution und dem Leben der Menschen damals - sowohl reiche als auch arme - und zeigt die Original-Maschinen dieser Zeit. Es ist sehr anschaulich dargestellt.
Manchester ist ein Ort mit vielen Gesichtern. Chinatown befindet sich mitten im Zentrum von Manchester und besteht eigentlich nur aus einer Straße, auf die man durch einen großen chinesischen Bogen gelangt. Eigentlich besteht Chinatown nur aus ein paar Geschäften und Restaurants. Wer Lust auf indische oder parkistanische Küche hat, sollte sich zur “Curry Mile” in Rushholme begeben. Hier zeigt sich Manchester von einer sehr englischen Seite, Multikulti und vielfälltig, auch wenn die Gegend etwas rau ist.
Bei Salford Quays handelt es sich um die ehemalige Hafenanlage Manchesters. Einst war es einer der größtem Binnenhäfen Englands, lange wurde er dem Verfall überlassen. Es kam jedoch die Wiederbelebung. Heute erinnert Salford Quays mit futuristischen Gebäuden, Bürokomplexen und Wohnanlagen entlang der Hafenbecken und Kanäle eher an die Fernsehserie Dallas. Pubs, Einkaufszentren und Restaurants haben sich etabliert, um die wohlständige Bevölkerung mit allem zu versorgen, was sie braucht. Das sogenannte Lowry Centre, benannt nach dem zur Zeit wohl bekanntesten “Mancunian” Maler, sorgt für kulturelle Unterhaltung und ist sowohl Theater als auch Kunstmuseum. Es soll dem Opernhaus in Sydney nachempfunden sein, erinnert aber bisweilen an aneinandergestellt e Blechdosen. Gleich nebenan ist das Imperial War Museum, gebaut im gleichen Stil. Wie der Name schon sagt handelt es sich dabei um ein Kriegsmuseum, dass selbst Panzer ausstellt. Letztlich erklärt es den Umstand, dass das britische Empire einmal ein Viertel der Weltkugel beherrschte.
Die Quarry Bank Mill befindet sich in der Nähe des Flughafens und ist eine ehemalige Textilfabrik, die heute als Museum dient. Ehemalige Angestellte der Anlage erzählen von ihrem Leben damals und lassen sich nicht zweimal bitten, wenn es um das Anstellen der automatischen Webstühle geht. Bei diesem unvorstellbaren Lärm kann sich der geneigte Besucher einen Augenblick lang ein Bild vom Leben der damailge Arbeiter machen. Um das Bild abzurunden können Sie sich noch das Haus anschauen, in dem die damals unbezahlten Kinderlehrlinge lebten, die in der Fabrik arbeiten mussten. Dem wurde erst 1847 ein Riegel vorgeschoben.
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