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Edinburgh Castle
 

Die Burg thront hoch über der Stadt auf einem erloschenen Vulkan. Rings um die Festung herum fallen die Felsen steil hinab, so dass damals wie heute über die Royal Mile den einzigen Zugang bildet. An dem Gebäude wurde ständig gebaut, die ältesten Teile sind aus dem 12., die jüngsten aus dem 20. Jahrhundert.
 

Viele Teile der Festung können Sie besichtigen. Da Edinburgh Castle ständig benutz wurde, finden Sie hier alles, was für das Leben in einer Millitäranlage notwendig war, von einem Palast bis hin zu Kerkern.
Noch heute befindet sich dort eine Garnison der schottischen Armee. Auch sind überall Kanonen ausgestellt, die scheinbar in Gefechtstellung auf den nächsten Feind warten. Daher passt es sehr gut, dass hier das National Museum of War untergebracht ist. Es befasst sich mit den letzten 400 Jahren der schottischen Militärgeschichte. Ganze Räume sind mit Kriegsutensilien vollgestopft, Medaillen, Waffen, Uniformen, dazu kommen jede Menge Zeugenberichte von Heldentaten schottischer Soldaten.
Der älteste Teil der Burg ist die St Margaret’s Chapel aus dem 12. Jahrhundert. Vor der Kapelle steht die berühmte Kanone Mons Meg, die im 15. Jahrhundert schon Steinkugeln von ca. 180 Kilo 3 Kilometer weit schießen konnte. Allerdings dauerte das Laden sehr lange, so dass Mons Meg höchstens 10 Mal am Tage abgefeuert werden konnte. Von hier aus haben Sie vielleicht den besten Panoramablick auf die Stadt.
Der Höhepunkt der Besichtigung jedoch besteht Ihnen noch bevor: Die Kronjuwelen der schottischen Könige. Diese sind im Palast untergebracht. Da der Zugang zu den Schätzen begrenzt wird, kann es ein wenig dauern, bis Sie, an einer etwas einfachen Ausstellung zum schottischen Königreich vorbei, zu den prächtigen Juwelen gelangen. Es lohnt sich in jedem Fall. Hier sind Zepter, Schwert und Krone ausgestellt, mit denen die Könige von Schottland gekrönt wurden. Hier befindet sich ebenfalls der Stone of Destiny. Auf dem unglaublich einfachen Stein – der Sage nach hat der biblische Jacob darauf sein Haupt gebettet - sollen die Könige bis in das 13. Jahrhundert hinein ihre Würde empfangen haben. Edward I. von England stahl diesen dann, erst 1996, 800 Jahre später, fand der Stein den Weg zurück nach Schottland. Allerdings wird gemunkelt, dass die Schotten Edward I. in die Irre führten, so dass dieser den echten Stone of Destiny nie entfernt hat. Aber das ist eine Legende.
 
Ebenfalls sehenswert ist die Great Hall aus dem 17. Jahrhundert. Während der Hauptsaison finden hier gelegentlich Schaukämpfe statt, die von Schauspielern im Schottenrock sehr anschaulich erklärt und natürlich auch durchgeführt werden.

 



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