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Canongate
Sie können jetzt die Royal Mile betreten. Die Gegend um Canongate war früher selbst eine Stadt, unabhängig von Edinburgh. Was Sie heute kaum noch sehen werden: Die Straßen beherbergten bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts Slums. Ein gewaltiges Renovierungs- und Entwicklungsprojekt hat die Lebenssituation der Menschen hier stark verbessert, das Projekt ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Viele historische Häuser sind erhalten und beherbergen heute viele Shops für Touristen, allen voran natürlich die Hersteller von original-schottischen Dudelsäcken. Das Gebäude, dass Ihnen vielleicht als erstes auffallen wird ist das Canongate Tolbooth, ein ehemaliges Gefängnis und Verwaltungsgebäude aus dem 16. Jahrhundert. Es ist der perfekte Anfang Ihres Rundgangs, da hier das People’s Museum untergebracht ist. Sehr anschaulich wird das Leben der Menschen in Edinburgh durch die Jahrhunderte dargestellt.
Gleich nebenan ist das Canongate Kirk, eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist vor allem für ihren Friedhof, genauer gesagt für die Gräber einiger Berühmtheiten bekannt. Neben dem schottischen Dichter Robert Fergusson ist hier auch der Ökonom Adam Smith begraben. Wenn Sie sich für alte Shopsigns interessieren, dann ist das Museum of Edinburg gegenüber Canongate Kirk genau das Richtige. Daneben sind auch noch Artefakte aus der Glas und Ton ausgestellt. Teil der ehemaligen Slums waren die sogenannten “Closes”. Das sind düstere Seitenstraßen, die von der Royal Mile abgehen und in die sich kaum ein Lichtstrahl verirrte. Heute haben diese ihre Schrecken verloren und tragen ganz wesentlich zur mittelalterlichen Ausstrahlung Edinburghs bei. Sie kommen an einigen schon jetzt vorbei. Erwähnen wollen wir noch die Scottish Poetry Library. Hier können Sie sich mit Gedichten von Engländern und Schotten befassen. Besonders empfehlenswert ist es, sich die Werke dort anzuhören, was natürlich nicht ganz leicht ist, wenn die Aufnahme von einem Schotten selbst gesprochen wurde. Der schottische Akzent ist zwar sehr schön, doch ausgesprochen gewöhnungsbedürftig – sowohl für Engländer als auch die, die die Sprache ebenfalls beherrschen.
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