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Bristol
Die Hafenstadt Bristol hat sich in den letzten Jahren stark verändert, dank der Finanzspritzen einer boomenden Wirtschaft. Viel Geld der arbeitenden Bevölkerung und eine hohe Studentenzahl gibt der Stadt eine vibrierende Atmosphäre, die Sie spüren werden, wenn Sie vor allem abends durch das Zentrum laufen.
Es ist ein attraktiver Ort, hügelig und charismatisch, allerdings auch mit einer großen Anzahl von Wohnungslosen. Bristol war auch Heimat des Dichters Thomas Chatterton. Berühmt ist er durch die angebliche Entdeckung von Schriften eines anderen, älteren Dichters, Thomas Rowley. Letztlich war Chatterton aber selbst der Verfasser der beliebten Werke. Im Alter von 19 Jahren, im Angesicht eines mühevollen Lebens fern der brotlosen Dichtkunst, verübte er Selbstmord. Am besten beginnen Sie Ihren Besuch im Zentrum. Einst war hier die Hafenanlage, doch jetzt ist es der Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Es ist von hier nicht weit zur Kathedrale Bristols, einem gedungenen Bau aus dem 12. Jahrhundert, der von der Westseite ein wenig an Notre Dame in Paris erinnert. Der Still im Innern ist ungewöhnlich, ganz nach deutscher Art erheben sich die Schiffe zur gleichen Höhe wie das Zentrum des Gotteshauses.
Gleich in der Nähe finden Sie eine große Parkanlage Brandon Hill. Direkt an einem Hügel gelegen, befindet sich auf der Höhe der Cabot Tower. Wenn Sie Glück haben, dann ist er geöffnet. Sie haben von der Spitze aus einen phantastischen Panorama-Blick über die Stadt, das haben wir unszumindest sagen lassen. Wir hatten nicht das Glück, dass der Turm geöffnet war. Wenn Sie Ihren Weg durch die Park Street zurück in die Stadt finden, kommen Sie am Georgian House vorbei. Sie sollten sich dieses nicht entgehen lassen, ist es doch ein schönes Beispiel für diesen in England so verbreiteten Baustil. Ganz in der Nähe ist die City Museum and Arts Gallery, mit einigen Bildern der Prä-Raphaeliten und Impressionisten. Bemerkenswert auch sind die 2800 Jahre alten assyrischen Reliefs, etwas, dass Sie hier vielleicht nicht erwarten würden. Von der einstigen Burg Bristols ist heute leider nichts mehr übrig außer dem Gelände, auf dem sich der Park Castle Green befindet. Unweit davon finden Sie die Nicholas Markets, überdachte Markthallen, wo Sie von Büchern bis hin zu Delikatessen alles finden können.
Wenn Sie sich ein wenig vom Zentrum in Richtung Bahnstation bewe gen, kommen Sie zum British Empire and Commonwealth Museum. Hier können Sie eine interessante Ausstellung zur Geschichte des britischen Imperiums sehen. Ebenfalls wird die Geschichte des Seehandels und der Sklaverei dargestellt. Es passt eben zu einer so wichtigen Hafenstadt wie Bristol, die von beiden “Industrien” früher erheblich profitiert hat. Zwei bemerkenswerte Objekte aus der Zet der industriellen Revolution stehen Ihnen noch bevor: Die SS Great Britain und die Clifton Suspension Bridge. Die SS Great Britain ist für alle Schiffefans ein Muss. Es handelt sich dabei um das erste Schiff, das – aus Eisen hergestellt – mit einer Schiffsschraube angetrieben wurde. 1843 wurde es fertig gestellt und fuhr die Strecken Liverpool – New York und später Liverpool – Melbourne. Passend dazu können Sie sich das Maritime Heritage Centre in der Nähe anschauen. Im vornehmen Stadtteil Clifton finden Sie die Clifton Suspension Bridge. Diese 214 meter lange Hängebrücke ist ein Meisterwerk der Ingenieurkunst. Obwohl schon über Hundert Jahre vorher die Idee aufkam, eine Brücke über die Avon-Schlucht zu spannen, wurde diese erst 1864 fertig gestellt. Als kleine Anekdote: im Jahr 2003 flog das legendäre Flugzeug Concord auf seinem letzten Flug über diese Brücke, bevor es im benachbarten Filton Aerodrom dauerhaft stationiert wurde. Dort können Sie übrigens die Concord auch heute noch bewundern. Der Zoo von Bristol ist sicherlich ebenfalls einen Besuch wert. Mitarbeiter hier sind legendär für ihre unermüdliche Arbeit auf dem Gebiet der Artenerhaltung und der möglichst artgerechten Haltung der Tiere. Wie in vielen britischen Zoos sind diese ein wahres Ereignis für Familien mit Kindern.
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