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Brighton
Brighton ist leicht und auf direktem Weg in ca. 1 Stunde von London aus zu erreichen. Das macht es im Grunde zu einem Londoner Vorort, sozusagen den Strandteil der Hauptstadt. Nach schwierigen wirtschaftlichen Jahren des Niedergangs und Verfalls in den 80ern, erlebt Brighton seit einiger Zeit einen Boom. Reiche Londoner leben heute hier, ebenso wie Künstler und Musiker. Dazu kommen die Wochenendausflügler der Millionenstadt. Brighton hat alles, was die Inselbevölkerung in einem Seeort braucht: Kilometerlange Kieselstrände, Fish&Chips, Restaurants jeder Preisklasse, Bars und Pubs, ein ausgeprägtes Nachtleben und Spielhöllen. An manchen Tagen im Sommer finden Sie den Strand nachts voll mit Jugendlichen und/oder jungen Erwachsenen, die Parties am Meer feiern.
Besondere Wahrzeichen der Stadt sind die beiden Piere. Auf dem Brighton Pier, 1899 errichtet, befinden sich Rummelattraktionen und Spielhöllen. Wie es heute leider aussieht, wird nur dieser überle ben. Der jahrelang vernachlässigte ältere, sogenannte West Pier, 1866 erbaut, stürzte in mehreren Stürmen zwischen 2002 und 2005 zu großen Teilen ein. Einst beherbergte das architektonische Meisterwerk luxuriöse Restaurants und prächtige Theater. Heute ragt nur noch eine Ruine aus dem Meer empor. Jahrelange Bemühungen Gelder zu bekommen verliefen bislang im Sande und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses sehr englische Wahrzeichen endgültig in den Fluten versinkt
Neben langen Spaziergängen am Strand entlang und durch die kleine Altstadt hat Brighton noch einige andere Sehenswürdigkeiten. Als erstes zu nennen ist der Royal Pavillion. Der spätere König Georg IV hat diesen Anfang des 19. Jahrhunderts in seinen Tagen als Prinz Regent errichten lassen. Die Nähe zum Meer sollte seine Gicht mildern. Der Palast war aber auch ein heimliches Liebesnest. Georg IV hat hier seine katholische Frau getroffen, die er illegal geheiratet hat. Die Vermählung war null und nichtig und noch heute darf kein englischer Monarch eine Katholikin heiraten. Georg IV ist es sicherlich zu verdanken, dass Brighton von einem kleinen unbedeutenden Fischerdorf zu einem beliebten Erholungsort wurde. Sie werden Ihren Augen nicht trauen, wenn Sie den Royal Pavillion das erste mal sehen. Er ist in indischem Stil erbaut und sieht wahrlich exotisch in einer typisch englischen Stadt aus. Innen wird er fast noch interessanter. Chinesische, indische und islamische Stilrichtungen vermischen sich und spiegeln den lebhaften Charakter des Prinzregenten wider.
Zu einem Ort wie Brighton gehört auch ein Sea Life Centre. Es ist eines der schönsten Aquarien in England. Es bietet Haie, die um Wracks herumkreisen, exotische Fische, tropische Korallen und Riesenschildkröten.
Wenn Sie jetzt noch möchten, können Sie das Fishing Museum besuchen. Mit viel anschaulichem Material wird liebevoll die Geschichte Brightons ,als die Fischerei noch zu den Haupteinnahmequellen der Stadt gehörte, gezeigt.
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